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Die Zukunft.

ist online – natürlich!

erstellt am: 22.03.12 | von: Mareike Jünemann | Kategorien: Allgemein

Facebook, Twitter, Google+ – das Internet wird immer mehr zum Dialogmedium. Aber auch im klassischen Online-Bereich tut sich einiges. Welche Trends uns in naher Zukunft erwarten und was das für die B2B-Kommunikation bedeutet, verraten uns PUNKTUM IT-Spezialist Dennis Boleslawski und neonwerk-Geschäftsführer Parvis Mohadjer im Interview. Facebook, Twitter, Google+ – das Internet wird immer mehr zum Dialogmedium. Aber auch im klassischen Online-Bereich tut sich einiges. Welche Trends uns in naher Zukunft erwarten und was das für die B2B-Kommunikation bedeutet, verraten uns PUNKTUM IT-Spezialist Dennis Boleslawski und neonwerk-Geschäftsführer Parvis Mohadjer im Interview.

PUNKTUM: Herr Mohadjer, wie sieht das Internet der Zukunft aus? Welche Trends sind heute schon absehbar?

Parvis Mohadjer (PM): Das Internet und seine Anwendungen befinden sich in einem dynamischen Entwicklungsprozess. Daher sind deutliche Trends in den Bereichen Suchmaschinen, Social Media, Flash und mobiles Internet zu erkennen. Ein weiteres Stichwort ist „semantisches Web“. Bisher werden für Programmieraufgaben sogenannte Scriptsprachen verwendet. Ziel war es, in erster Linie die Gestaltung zu transportieren, nicht so sehr die Informationen. Heute ist das Internet so weit, dass die von uns zusammengetragenen Informationen als solche verstanden, verarbeitet und interpretiert werden.  

 

PUNKTUM: Das heißt, ich gebe meine Anfrage nur noch in eine Suchmaschine ein und diese stellt mir die für mich relevanten Daten bereit?

PM: Ja, genau. Ziel des semantischen Webs ist es, die Bedeutung von Informationen für Computer verwertbar zu machen. Diese Infos also automatisch für interessierte Nutzer zu ordnen. Hier kommen – wie Sie schon erkannt haben – Suchmaschinen ins Spiel. Auch ein deutlicher Trend: Über Suchmaschinen erfolgen die meisten Zugriffe auf eine Seite. Das Nutzerverhalten orientiert sich stark an Suchmaschinen. Alles wird direkt in Google eingeben, die Adresszeile des Browsers wird oft gar nicht mehr genutzt.  

 

PUNKTUM: Stimmt, so mache ich das auch meistens. Und was erwartet uns im Bereich Social Media?

PM: Der Tendenz geht ganz stark in Richtung soziale Netzwerke, heißt für mich aktuell eigentlich nur ein Netzwerk: nämlich Facebook. Ein Großteil unserer Kommunikation läuft über eine Plattform. Ob private Nachrichten schreiben, Beiträge posten oder chatten – schon heute wird alles über Facebook erledigt.  

 

PUNKTUM: Interessant, dann kann ich mich von den anderen Netzwerken also abmelden. Apropos abmelden: Ist Flash schon komplett abgemeldet?

PM: Wenn es nach Apple geht, ist Flash schon lange tot. Die Crux ist, dass es heute zahlreiche Geräte gibt, mit denen ich ins Internet gehen kann. Smartphones, Tablets und PCs – immer und überall bin ich online. Das Problem dabei: Viele Seiten sind auf Flash aufgebaut und insbesondere von den mobilen Geräten nicht abrufbar. Aus diesem Grund ist es erforderlich, alle seine Web-Anwendungen auf den Prüfstand zu stellen und zu ermitteln, welche Geräte die User für ihre Zugriffe benutzen. Im Fokus stehen dabei eindeutig die Smartphone- und Tablet-Nutzer. Dieser Markt ist exorbitant gestiegen und wird es weiter tun. Darauf müssen sich alle Systeme einstellen und individuell entscheiden, welche Inhalte auf welchem Gerät angezeigt werden. Dafür müssen Inhalte von Anfang an separiert werden und entsprechende Weichen gesetzt werden. Spiegel.de ist ein gutes Beispiel für eine dynamische Seite, die sich perfekt dem mobilen Gerät anpasst. Und Microsoft hat angekündigt, ab dem nächsten Betriebssystem, Windows 8, ein System für alle Geräte zur Verfügung zu stellen. Aber auch heute schon unterstützen verschiedene Systeme und fast alle gängigen Content-Management-Systeme die dynamische Anpassung und Auflösung der Website an die unterschiedlichen Bildschirmformate.  

 

PUNKTUM: Nichts desto trotz steht Flash auf dem Abstellgleis? Welche Alternativen gibt es heute und in Zukunft?

Dennis Boleslawski (DB): Bereits heute werden andere Programmiersprachen für Webseiten verwendet, die fast die gesamte Funktionalität von Flash bieten. Aus dem einfachen Grund, dass die so programmierten Seiten auf allen Geräten, Browsern und Plattformen angezeigt werden. Auch wir bei PUNKTUM haben das schon in der Praxis eingesetzt und zwar mit Java Script und jQuery. Die Microsite für die Einführungskampagne von JUMO mTRON T besitzt typische Flash-Raffinessen wie z. B. die Wisch-Technik, ohne aber Flash zu sein. Bezogen auf die dynamische Anpassung eignen sich auch CSS-Grids für die Programmierung. Unser Blog PUNKTUM.topics ist so programmiert und passt sich neuerdings automatisch der Bildschirmauflösung und Fenstergröße an.  

 

PUNKTUM: Dann sind wir ja bestens auf die Online-Zukunft vorbereitet. Was hat es denn mit HTML 5 auf sich?

DB: Die Umbruchzeit ist deutlich zu spüren. HTML 5 steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber einige Funktionen kommen bereits zum Einsatz. Über kurz oder lang sollte sich HTML 5 als Flash-Ersatz etablieren und einheitliche Webanwendungen für alle Browser und Plattformen ermöglichen. Und die Nachfrage ist heute schon sehr groß.  

 

PUNKTUM: Wann können wir damit rechnen?

DB: Die Standards ändern sich ständig. HTML befindet sich in einem dynamischen Prozess und wird permanent weiterentwickelt. Einen genauen Starttermin kann man so also nicht benennen. Es wird wohl aber noch ein bisschen dauern.   PM: Die Browser sind das Problem. Gerade die Internet Explorer 7 und 8 können mit HTML 5 nicht umgehen. Es fehlen bestimmte Techniken, die Webseiten werden falsch dargestellt und das Chaos ist perfekt. Um das zu umgehen, bietet es sich an verschiedene Frameworks zu setzen. Diese decken die einzelnen Darstellungsaufgaben ab und können so gut mit den unterschiedlichen Browsern umgehen. Deshalb sollte man sich vor jeder Programmierung fragen: Welche Browser müssen bedient werden? Und dann entsprechende Frameworks setzen, die die Zugriffe erleichtern.  

 

PUNKTUM: Da kommt ja einiges auf uns zu. Was haben unsere Kunden davon?

PM: Durch die eng verzahnte Zusammenarbeit von PUNKTUM und neonwerk können unsere Kunden die gewohnte Full-Service-Betreuung genießen. Besonders wichtig ist, dass wir dadurch Schnittstellen geschaffen haben. Schließlich gibt es verschiedene Kommunikationsebenen: zwischen Kunde und Agentur und zwischen Agentur und IT. Dabei ist es notwendig, dass wir uns verstehen und gleich die Kompetenzen für die einzelnen Aufgaben festlegen. PUNKTUM bietet alles, was mit Kommunikation zu tun hat. Und neonwerk kümmert sich um die Umsetzung im Web. Dennis ist dabei die Schnittstelle zwischen Kreation und Technik, denn er ist Bindeglied zwischen beiden Seiten und sorgt für ein klares Verständnis der Aufgaben. Diese eigene Kompetenz im Webbereich und die Schnittstelle zwischen Gestaltung und IT sind die Stärken von PUNKTUM.   DB: Richtig! In vielen Bereichen kommen wir inhouse sehr weit, haben aber mit neonwerk einen Partner, mit dem wir auch hochanspruchsvolle Projekte zuverlässig und professionell betreuen können. Und wir spüren gemeinsam neue Trends auf und testen innovative Technologien und Möglichkeiten zusammen aus.  

 

PUNKTUM: Sehr gut! Wir freuen uns auf die nächsten Projekte und Ergebnisse. Herr Mohadjer und Dennis, vielen Dank für das Gespräch.